Mittwoch, 1. April 2015

Großes Theater in Feuchtwangen

Kreuzgangspiele zeigen in zwei Stücken den Tod von seiner komischen Seite

Der romanische Kreuzgang in Feuchtwangen
ist mehr als nur Kulisse - er wird in
die Theateraufführungen eingebunden.
Foto: djd/Kulturamt Feuchtwangen/augenschein-design
(djd/pt). Von Mitte Mai bis Mitte August verwandeln sich in Feuchtwangen der idyllische Klostergarten und der romanische Kreuzgang des ehemaligen Benediktinerklosters sowie das grandiose Panorama der mächtigen Stiftskirche zu einem faszinierenden Bühnenbild für die großen Meister der europäischen Theaterliteratur. Das Volksstück "Der Brandner Kaspar und das ewig‘ Leben" erzählt mit viel Witz, wie der Brandner Kaspar dem Tod noch einmal 20 Jahre abringt. Auf einen Komödien-Klassiker können sich die Zuschauer bei der Inszenierung von Molières "Der eingebildete Kranke" freuen. Die Erzählung vom naiven Hypochonder, der - obgleich ganz gesund - fest an seine eigene Krankheit glaubt, steckt voller komischer, aber auch nachdenklicher Momente. Astrid Lindgrens Lausbuben-Geschichte vom "Michel in der Suppenschüssel" schließlich erfreut Jung und Alt gleichermaßen mit ihrer Lebensfreude und ihrem Charme. Alle Spieltermine stehen unter www.kreuzgangspiele.de.

Hoher Anspruch und Qualität von Anfang an

Die Festspielstadt Feuchtwangen hat einen ausgezeichneten Klang im Reigen der traditionsreichen europäischen Festspielorte. Bis zu 50.000 Zuschauer erleben in jedem Jahr die Atmosphäre im Geviert des romanischen Kreuzgangs. Namhafte Intendanten, bekannte Regisseure und große Schauspieler prägen das Gesicht der Kreuzgangspiele seit 1949, als mit der Gretchentragödie aus dem "Faust" die erste Premiere gefeiert wurde. Gleich von Beginn an war der künstlerische Anspruch hoch und ist es bis heute geblieben. Dafür sorgt unter anderem Johannes Kaetzler, der die Geschicke der Feuchtwanger Festspiele seit 2009 leitet und der für anspruchsvolles Literatur- und Musiktheater steht.

Theater für Kinder

Für die ganz Kleinen und für Jugendliche wird auch in diesem Jahr wieder im Nixel-Garten an der historischen Stadtmauer Theater gespielt: Kinder ab 3 Jahren können gemeinsam mit dem "Kleinen ICH BIN ICH" auf die Suche nach seinem Namen gehen. Für Jugendliche ab 14 Jahren ist auf dieser Bühne eine zeitlose und doch altersgerechte Adaption von Theodor Fontanes berühmtem Gesellschaftsroman "Effi Briest" zu erleben.

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