Dienstag, 14. Juli 2015

Kein Urlaub von der Stange

Für Individualisten kann Haustausch die perfekte Reiseform sein 
 
´Nicht jeder mag es "All-inklusive":
Reise-Individalisten schätzen die moderne
Urlaubsform des Haustauschs.
Foto: djd/HomeLink e.V
.
(djd/pt). Morgens lange Schlangen am Frühstücksbuffet, mittags mit Handtüchern reservierte Liegen am Pool und am Abend ein Unterhaltungsprogramm mit Bingo und Karaoke? Für Reise-Individualisten ist dieses Urlaubsszenario wenig attraktiv. Im Gegensatz zu Pauschaltouristen wünschen sie sich in der schönsten Zeit des Jahres Privatsphäre, eine möglichst freie Zeiteinteilung und Freizeitgestaltung sowie den direkten Kontakt zu Land und Leuten. Ein Haustausch-Urlaub, den man beispielsweise über das Online-Portal HomeLink organisieren kann, ist für sie eine perfekte Möglichkeit, die Ferien individuell und fernab von Touristenmassen zu gestalten.

In Kontakt mit Land und Leuten

Eine Mitglieder-Befragung der deutschen HomeLink-Community ergab, dass sich viele für den Haus- beziehungsweise Wohnungstausch entscheiden, weil diese Urlaubsform ideal sei, um in aller Welt Freunde zu gewinnen und fremde soziale Strukturen kennenzulernen. Tatsächlich gewinnt man schon durch das Tauschobjekt selbst viele Einblicke in die Lebensgewohnheiten der Gastgeberfamilie. Meist liegt das Domizil inmitten eines normalen Wohngebietes. Der direkte Kontakt mit Einheimischen fällt dadurch leichter, weil man nicht sofort als Tourist eingeschätzt wird: "Beim Einkaufen oder bei anderen alltäglichen Gelegenheiten begegnen sich Urlauber und Einheimische auf besonders entspannte, unverkrampfte Weise", bestätigt Beate Fuchs, Reisespezialistin von Ratgeberzentrale.de.

Netzwerk für Tauschwillige

Rund 13.000 Mitglieder zählt das weltweit größte internationale Netzwerk für den Haus- und Wohnungstausch. Das Mitmachen ist einfach: Tauschwillige erstellen ein aussagekräftiges Profil inklusive einer Beschreibung ihres Zuhauses, das idealer Weise mit vielen Bildern ergänzt wird. Zudem geben sie die zeitliche Verfügbarkeit an. Dann geht man online auf die Suche nach einem Wunschobjekt für den eigenen Urlaub. Finden sich zwei Interessenten, müssen sie nur noch die Details der Tauschaktion klären. Sicherheit bietet ein Garantiefonds, der im Zweifelsfall für entstandene Schäden aufkommt.

Mittwoch, 1. Juli 2015

Parasiten unter Palmen

Fernreise: Gegen Läuse, Krätze und Wanzen sollte man sich wappnen

So manches Ungeziefer reist in Koffern als
Urlaubssouvenir mit nach Hause.
Foto: djd/G. Pohl-Boskamp/thx
(djd/pt). Fremde Kulturen, himmlischer Sonnenschein und schneeweiße Strände - viele Urlauber träumen von einer Fernreise. Im Reisebüro buchen und dann die Koffer packen - das genügt leider nicht. Da die medizinische Versorgung im Ausland oft unzureichend ist, sollte einige Wochen vor Reiseantritt ein Gesundheits-Check beim Arzt durchgeführt werden. Manche Impfungen benötigen beispielsweise Zeit, bis sich der Impfschutz vollständig aufgebaut hat. Weitere wichtige Informationen zum Thema Reisen gibt es etwa beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de.

Bei Bagatell-Erkrankungen im Urlaub ist es oft schwierig, die passenden Medikamente zu bekommen. Neben einem Durchfallmittel, Erkältungsarznei, Schmerztabletten und Medikamenten gegen Reisekrankheit sollten auch Präparate zur Behandlung von Insektenbissen in der Reiseapotheke griffbereit sein. So kann die Gefahr, während des Schlafes von Krabblern gebissen oder gestochen zu werden, bei entsprechenden hygienischen Mangelzuständen durchaus gegeben sein.

Modernes Kopflausmittel für die Reiseapotheke

Wer sich nach dem Aufwachen im Urlaub über heftig juckende kleine Knötchen in der Haut wundert, könnte das Opfer von Krätzmilben geworden sein. Diese graben Gänge in die oberste Hautschicht und legen dort ihre Eier ab, was zu Entzündungen führen kann. Regelrechte "Straßen" hinterlassen so genannte Bettwanzen mit ihren Bissen. Sie ernähren sich von menschlichem Blut und werden von der Körperwärme ihrer Wirte angelockt. Am häufigsten jedoch kommt es auf Reisen zu einer Infizierung mit Kopfläusen. Diese werden in der Regel jedoch nicht von verunreinigter Bettwäsche, sondern durch Kontakt von Kopf zu Kopf mit infizierten Personen übertragen. Oft holt sich der Nachwuchs im Mini-Club die Parasiten beim Spielen mit anderen Kindern und steckt dann seine Eltern an. Gegen Läuse können moderne Kopflausmittel wie beispielsweise "Nyda" aus der Apotheke helfen. Vorsorglich mit auf Reisen genommen, kann es sofort angewendet und der Urlaub weiterhin genossen werden. Das Präparat enthält ein spezielles Dimeticon (Silikonöl), das tief in die Atemwege der Läuse und Nissen eindringt und sie rasch ersticken lässt.

Kopfläuse sind harmlos, aber lästig

Wenn sich Kinder auffallend oft am Kopf kratzen, sollten Eltern sofort an einen Läusebefall denken und den Schopf der Kleinen begutachten. Kopfläuse sind bis zu drei Millimeter groß, gräulich Braun, haben sechs Beine und kleben ihre hellen Eier an den Haaransatz wie Perlen an eine Schnur. Ein spezieller Läusekamm und das Auftragen einer Haarspülung helfen dabei, die Plagegeister zu entlarven. Dabei lohnt es sich, besonders auf die Stellen hinter den Ohren, im Nacken und an den Schläfen zu achten - das sind die beliebtesten Nistplätze der Blutsauger. Kopfläuse gelten als harmlos. Der Juckreiz, der durch den Speichel der Laus beim Blutsaugen ausgelöst wird, kann zwar lästig sein und die Einstichstelle sich entzünden, ansteckende Krankheiten übertragen die Parasiten jedoch nicht.

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